[Rezension] Wer nicht wagt, der liebt nicht von Carly Phillips – eine knisternde Liebesgeschichte

 

Titel: Wer nicht wagt, der liebt nicht
Autor: Carly Phillips
Genre: Roman (Frauenunterhaltung / romantische Komödie)

Originaltitel: Dare to Love
Übersetzt von: Ursula C. Sturm

Taschenbuch:  336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum:  11. Mai 2015
ISBN: 978-3-453-41842-4
empf. VK-Preis [D]: 8,99 €

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Die Leselust hat mich gepackt und momentan ist mir nach leichten, eher anspruchslosen Romanen. Einfach draußen in der Sonne sitzen sitzen und lesen, da muss es keine „schwere“ Kost sein, sondern eher etwas ohne großen Tiefgang (was keineswegs negativ gemeint ist).
Genau deshalb hat mich das Cover des neuesten Werkes von Carly Phillips so angesprochen – „Wer nicht wagt, der liebt nicht“ macht optisch den Eindruck einer humorvollen Liebesgeschichte – deklariert als „romantische Komödie“, wollte ich auch genau das Lesen: eine romantische Komödie. Tatsächlich gelesen habe ich aber eine erotische Liebesgeschichte – mit wenig Romantik und keiner Komik….

Inhalt

Riley Taylor behält gerne die Kontrolle über alles und würde ihre Unabhängigkeit niemals aufgeben wollen – bis sie auf einer Party dem charismatischen Ian Dare begegnet, der sie auf der Stelle umhaut. Ian hat seine eigenen Dämonen, und seit er herausgefunden hat, dass sein Vater jahrzehntelang ein Doppelleben geführt hat, hat er sich geschworen, sein Herz nie mehr zu öffnen. Doch die sinnliche Riley erweckt seine dominante und beschützerische Seite, er möchte diese Frau unbedingt haben …
(Quelle: Heyne Verlag)

 

Meine Meinung

 

Angesichts des Covers und des Klappentextes habe ich mich auf einen seichten Liebesroman mit ein wenig Familiendrama gefreut – leichten Lesestoff für zwischendurch. Was ich bekommen habe, war eine ganz andere Richtung.

Es geht zwar um eine Liebesgeschichte und um Familie, aber hinzu kommt eine nicht unerhebliche Portion Erotik.

Die Hauptprotagonisten Ian und Riley begegnen sich zufällig auf einer Party und üben auf einander eine unglaubliche Anziehungskraft aus. Als sich herausstellt, dass Riley eine Freundin des gehassten Halbruders Ian’s ist, stellt Ian sein Interesse an ihr hinten an. Sogar als sie ihn aus einer beruflichen Notsituation heraus um Hilfe bittet, ignoriert er ersteinmal ihren Anruf. Doch dann nimmt die Geschichte ihren Lauf….

Eine tiefgründige Geschichte ist es nicht gerade, aber das habe ich auch nicht erwartet. Mit Ian bin ich im Laufe der Geschichte nie richtig warm geworden – Mister „ich-muss-alles-unter-Kontrolle-haben“ hat sich mit seiner Kontrollsucht bei mir ziemlich unbeliebt gemacht. Die Handlungen von Riley finde ich daher auch nicht immer ganz nachvollziehbar, aber man tut eben nicht nachvollziehbare Dinge, wenn man verliebt ist….

Was ich anhand des Covers allerdings gar nicht erwartet habe, sind die seiten- manchmal sogar kapitel-langen Sexszenen. Bis ins kleinste Detail beschrieben, teilweise mit sehr frivolen Ausdrücken… Damit habe ich einfach nicht gerechnet – kenne aber bisher auch keine Bücher von Carly Phillips. Wer aber dieses Genre gerne liest, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Die offizielle Einordnung des Buches in die Sparte „romantische Komödie“, finde ich daher nicht angebracht.

Die Gefühle der Protagonisten werden von der Autorin sehr gelungen beschrieben, so dass man sich als Leser gut in die jeweiligen Personen hineinversetzen und mitfühlen kann. Was Carly Phillips nicht so gut gelungen ist, ist der Ort der Handlung. Die Geschichte spielt in Miami/Florida – während des Lesens fühlt man sich aber nicht dorthin versetzt. In meinem Kopfkino, dass sich während des Lesens eines Buches unweigerlich entwickelt, befand ich mich zu keinem Zeitpunkt in sonnigen Miami.

 

Fazit

Anspruchslose Liebesgeschichte für zwischendurch, allerdings sollte man vorgewarnt sein, dass es im Buch ganz schön zur Sache geht, was die Erotik angeht.
Der Liebesroman hätte mir an sich sehr gut gefallen, wenn ich vorher gewusst hätte um was für ein Genre es sich handelt. Da ich aber etwas anderes erwartet habe, kann ich hier „nur“ drei Sterne vergeben.

3von5

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