Nicht ohne meine Kamera – fotografieren für den Blog

Fotos sind in einem Blog das i-Tüpfelchen. Meine Blogbeiträge könnte ich mir ohne Fotos gar nicht vorstellen. Sie unterstreichen das Geschriebene, steigern den Informationsgehalt und sorgen außerdem für ein angenehmes Erlebnis für’s Auge (so hoffe ich zumindest).

Schon oft wurde ich gefragt mit welcher Kamera ich meine Blog- und Instagramfotos mache und darauf habe ich gleich zwei Antworten für Euch. Heute geht es um meine Fotoausrüstung, die ich sowohl für den Blog als auch für private Fotos verwende. 

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Womit fotografierst Du eigentlich?

Vorweg möchte ich sagen, ich halte mich nicht für DIE Fotografin unter der Sonne und ich bin auch technisch gesehen weit davon entfernt. Ich fotografiere eben viel und gerne und im Laufe der Zeit hat sich Einiges an Fotoausrüstung – aber auch an Wissen – angesammelt. Wie für viele Blogger sind Fotos auch für mich sehr wichtig und ich versuche mich auf dem Gebiet weiter zu entwickeln und dazu zu lernen.

Als ich vor 4 Jahren angefangen habe zu bloggen, habe ich meine Fotos mit einer digitalen Kompaktkamera oder sogar meinem Handy gemacht. Die Fotos wurden so wie sie waren in den Blog hochgeladen und das war’s. Mittlerweile sieht das Prozedere schon anders aus; vor dem Fotografieren lege ich mir – zumindest im Kopf – einen kleinen Plan zurecht: Was möchte ich fotografieren (Motiv passend zum Artikelthema), Wo möchte ich fotografieren (Hintergrund und Lichtverhältnisse), welche Requisiten benötige ich, usw. Meistens habe ich schon ein „Bild im Kopf“ wie das fertige Foto aussehen soll – manchmal sind es aber auch spontane Aufnahmen, die sich einfach so ergeben.

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Meine Kamera-Ausrüstung

Fragt man einen professionellen Fotografen, wird einem mit Sicherheit eine Digitale Spiegelreflex Kamera empfohlen. Es gibt vom Einsteigermodell bis hin zur Profiausrüstung alles auf dem Markt – auch für kleines Budget. Meine DSLR ist die D5200 von Nikon. Ein gutes Einsteigermodell, das ich nicht mehr missen möchte.

Aber MUSS ich denn unbedingt eine DSLR für Blogfotos haben? Meine Antwort lautet hier definitiv – Nein. Auch spiegellose Systemkameras sind wahre Alleskönner. Für mich persönlich ist dabei wichtig, dass ich die Objektive wechseln kann. Als es darum ging mir eine kompaktere Kamera für unterwegs zuzulegen, fiel somit die Entscheidung auf die handliche Olympus Pen E-PL7 – und diese Entscheidung habe ich keine Sekunde lang bereut.

nikon d5200

DSLR – Nikon D5200

Die Nikon D5200 ist ein solides Einsteigermodell und ich möchte das Schätzchen keinesfalls wieder hergeben. Die Menüführung ist übersichtlich und schon im Automatikmodus macht die Kamera wirklich schöne Bilder. Irgendwann möchte aber jeder, der sich eine Spiegelreflexkamera kauft, aus dem Automatikmodus raus. Und das sollte man auch! So eine Kamera bietet so viele Möglichkeiten noch mehr aus den Fotos rauszuholen – und die sollte man auch nutzen. Um nur auf der Automatik-Einstellung zu fotografieren, habe ich mir die Kamera definitiv nicht gekauft.

Also wurde ein Fotokurs belegt – und wenn Ihr bisher noch nicht im manuellen Modus fotografiert habt und Euch Iso-Werte, Blendeneinstellung und Belichtungszeit keine gängigen Begriffe sind – dann solltet Ihr das auch tun. Ein eintägiger-Einsteigerkurs hat zwar keinen Profi-Fotografen aus mir gemacht, aber der Automatik-Modus wird jedenfalls nicht mehr genutzt. Das Fotografieren macht jetzt viel mehr Spaß, weil ich das Ergebnis selbst beeinflussen kann und die Fotos hinterher so aussehen, wie ich das möchte und nicht wie die Kamera das gerne hätte.

bloggen fotografieren nikon d5200

Mit einer Kamera und etwas Basiswissen sind aber immernoch keine guten Fotos gemacht, wenn das Objektiv nicht das leistet, was man gerne hätte.

Nachdem ich meinen Fotokurs absolviert habe, habe ich mir ein paar Objektive zugelegt und mehr „Spielraum“ zu haben. Portraitfotos mit unscharfen Hintergrund kann man eben nicht mit jedem Objektiv machen. Dafür habe ich mir mein Lieblingsobjektiv zugelegt – das 50 mm Standartobjektiv, das sich dank der hohen Lichtstärke von 1:1,8 auch ideal für Aufnahmen bei schwachem Licht eignet.

objektiv hintergrundunschärfe 50mm

Sammy Portrait Objektiv 50mm 1,8

Die niedrige Blendeneinstellung macht die so beliebten Fotos mit unscharfen Hintergrund möglich und das Objekt bietet mir – trotz Festbrennweite – einen enormen Spielraum.

Dieses und das Makro-Objektiv (nennt sich bei Nikon Micro), sind definitiv meine Lieblingsobjektive ohne die ich einfach nicht mehr kann. Mit dem Makro-Objektiv sind schöne Nahaufnahmen möglich, weil ich dank Naheinstellgrenze von 0,163 m ganz nah an das Objekt heran kann.

objektiv makro

makroaufnahme

Für die meisten Blogfotos verwende ich eines dieser beiden Objektive – außerdem benutze ich noch ein Tele-Zoom von Sigma, sowie die zwei Standartobjektive die bereits beim Kauf der Kamera dabei waren.

Da die Kit-Objektive meist nicht so lichtstark sind, stellte sich aber schnell der Wunsch nach weiteren Objektiven ein. Dass Objektive aber oft teurer sind als die Kamera an sich, kann das ganz schön ins Geld gehen… Natürlich braucht man nicht gleich eine Auswahl an 5 Objektiven, aber wer einen gewissen Spielraum haben möchte, muss schon tief in die Tasche greifen. An dieser Stelle kann ich Euch rebuy empfehlen – hier kann gebrauchtes Equipment gekauft werden, das aber von Fachleuten geprüft wurde und eine Garantie gibt es auch. Gerade bei Objektiven habe ich hier schon eine Menge Geld sparen können.

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Unterwegs mit weniger Gewicht – Olympus Pen E-PL7

Eine digitale Spiegelreflexkamera hat aber nun mal eine gewisse Größe und auch das entsprechende Gewicht, das ich nicht immer mit mir herumschleppen wollte. Also machte ich mich auf die Suche nach einer kleinen, aber doch leistungsstarken Kamera. Da ich nicht viele Abstriche machen wollte, sollten auch hier die Objektive wechselbar sein – man will ja flexibel bleiben.

Nach langem Vergleichen und Überlegen habe ich mich dann für die Olympus Pen E-PL7 entschieden und bin mit dieser Entscheidung mehr als glücklich.

olympus pen e-pl7

Die Olympus Pen sieht nicht nur toll aus – ja, eine Kamera darf auch mal gut aussehen – sie überzeugt mich auch durch die Technik die drinsteckt.

Auf den ersten Blick habe ich zwar den Sucher vermisst (ich fotografiere mit der DSLR vorwiegend durch den Sucher und nicht per Live-View), aber das kompakte Schmuckstück konnte mich auch ohne Sucher überzeugen.

olympus pen

Auch für die Pen habe ich mir gleich ein lichtstarkes Festbrennweiten-Objektiv zugelegt und bin damit sehr, sehr zufrieden. Ich muss gestehen, dass ich in der ersten Zeit sogar meine geliebte DSLR sehr vernachlässigt habe und nur noch mit der Pen fotografiert habe.

Die Fotos, die mit der Pen entstehen stehen aber auch den Fotos aus der DSLR in nichts nach und für Foto-Anfänger finde ich sie ebenfalls sehr geeignet. Einen großen Pluspunkt sammelt die Olympus bei mir durch integriertes WLAN – mal eben schnell Bilder von der Kamera aufs Handy ziehen: kein Problem. Auch das Handy als „Fernbedienung“ nutzen – super Sache! Das kann mir meine Nikon leider nicht bieten (es gibt aber durchaus Nikon Modelle mit WLAN).

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Für schöne Blogfotos braucht es also nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera. Welche Kamera aber für Euch die richtige ist – diese Entscheidung kann ich Euch nicht abnehmen. Wenn ich mich zwischen meinen beiden entscheiden müsste, wüsste ich ehrlich gesagt spontan nicht wie die Entscheidung ausfallen würde.

Unterschrift

 

 

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3 Kommentare

  1. 1. April 2016 / 9:46

    Das hat mich jetzt auch interessiert :)
    Ich knipse mit meinem Samsung Galaxy S6 und mit meiner Systemkamera Samsung NX300. Aber ich hätte gerne eine neue ;)

  2. 4. April 2016 / 17:53

    Hallo, wir haben 5 Kameras .. Dazu zählen 3 Canon EOS Spiegelreflex D 5 D6 und D70, Samsung und eine Fujifilm X-T10 Kit 3. Man weiß ja nie welche man gerade braucht ;) Dazu gibt es etliche „Utensilien“ dazu. Ein Hobby muss man ja haben ;) Liebe Grüße Tina-Maria

    • Vorstadtleben
      Autor
      4. April 2016 / 17:55

      Das nenne ich mal eine Ausstattung ?

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