Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne doch so nahe liegt… Ein Wochenende in Oldenburg

Manchmal muss man einfach raus aus dem Alltag. Im Moment geht es hier drunter und drüber – wir renovieren. Der eigentliche Plan war eine neue Küche, eine spontane Idee war dann noch ein MakeOver im Wohnzimmer und das Gäste-WC soll auch gleich modernisiert werden. Und wenn man schonmal dabei ist, warum nicht auch gleich den Flur mitrenovieren? Also wurde kurzerhand aus „wir-kaufen-eine-neue-Küche“ ein „wir-renovieren-die-komplette-untere Etage“…

Das Leben auf der Baustelle macht einfach keinen Spaß – soviel kann ich Euch sagen. Und manchmal ist auch einfach Baustopp angesagt und da kam mir die Einladung vom TourismuMarketing Niedersachsen ganz Recht ein Wochenende in Oldenburg zu verbringen. Der perfekte Auftakt in die Osterferien und eine willkommene Abwechslung zum Baustellenleben…

Schlossplatz Oldenburg Wochenende

Auf nach Oldenburg

Kurzerhand haben Laura und ich also unsere Koffer gepackt, sind in den Zug gestiegen und zweieinhalb Stunden später befanden wir uns auch schon auf dem Oldenburger Hauptbahnhof.

Nach einem schnellen Mittagssnack haben wir uns auch gleich auf die Suche nach unserem Hotel gemacht, denn am Nachmittag stand schon unser erster Progammpunkt an: eine kulinarische Fahrradtour durch Oldenburg.

Lange brauchten wir das Hotel allerdings nicht zu suchen – und auch nicht weit zu laufen, denn das Hermes Hotel Oldenburg liegt gerade mal 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Die perfekte Lage für einen Städtetripp, wenn man mit dem Zug unterwegs ist. Das familiengeführte Hotel punktet aber nicht nur durch die zentrale Lage, sondern vor allem auch mit dem hervorragenden Frühstück, dem Service und nicht zuletzt mit dem schönen Zimmer, das wir beziehen durften.

Hermes Hotel Oldenburg

Das Hotel macht von außen zwar keinen außergewöhnlichen Eindruck, betritt man aber den Eingangsbereich wird man schon freundlich an der Rezeption begrüßt. Unser Zimmer war schon deutlich vor der angegeben Uhrzeit bezugsfertig und so konnten wir schon mal die Koffer auspacken und das Superior Zimmer gründlich unter die Lupe nehmen.

Hermes Hotel Oldenburg Eingang

Ein Wohnbereich mit Sofa, Fernseher, Arbeitsplatz, Kommode, Minibar und – was mir persönlich bei einem Hotelaufenthalt sehr wichtig ist – einer Möglichkeit sich eine Tasse Kaffe oder Tee auf dem Zimmer zuzubereiten. Aber à propos Kaffee: diesen kann man sich im Hermes Hotel Oldenburg als Hotelgast ganztägig kostenlos unten an der Rezeption am Kaffeevollautomaten zaubern. Ein toller Service wie ich finde!

Aber zurück ins Zimmer ;-) Der Wohnbereich ist hell und geschmackvoll eingerichtet und genau so geht es auch im Naherholungsgebiet weiter – dem Schlafzimmer. Auch hier ein Fernseher an der Wand, so dass man gemütlich vom Bett aus fernsehen kann, und ein großes, bequemes Doppelbett. Angrenzend ein kleines aber feines Duschbad – für mich und Laura bot das Zimmer mehr als genug Platz für ein Mädels-Wochenende. Sowohl Platzangebot als auch die Sauberkeit des Zimmers ließen keine Wünsche offen.

Keine Wünsche offen  blieben übrigens auch am Frühstücksbuffet an den folgenden Tagen. Eigentlich bin ich kein großer Frühstücker – aber in Hotels genieße ich es ausgiebig zu frühstücken. Und das kann man im Hermes Hotel Oldenburg wirklich ganz hervorragend. Von frischen Backwaren, über Joghurt, Müsli und frisch zubereitetem Rührei mit Speck oder Würstchen… ach, ich könnte schon wieder! Der Aufschnitt wurde vom fleißigen Servicepersonal immer in kleinen Mengen nachgelegt, so dass Wurst und Käse immer frisch waren. Wirklich toll! Eine großartige Auswahl und auch an der Qualität der Speisen gibt es absolut nichts auszusetzen. Ich habe mich regelrecht schon wieder auf den nächsten Morgen und das Frühstück gefreut.

Oldenburg entdecken – natürlich mit dem Fahrrad

Aber wenn man schon mal im schönen Oldenburg ist, verbringt man das komplette Wochenende schließlich nicht im Hotel. Also haben wir unsere Leih-Fahrräder abgeholt und auf ging es zum Schlossplatz. Hier ist nämlich der Treffpunkt für eine kulinarische Fahrradtour durch Oldenburg. In der Fahrradstadt Oldenburg kam uns eine gewöhnliche Stadtführung gar nicht erst in Tüte ;-) Wir wollten es den Oldenburgern gleichtun und Fahrrad fahren. Oldenburg per Fahrrad zu entdecken und dabei noch diversen kulinarischen Versuchungen zu begegnen war ein tolles Erlebnis – und das obwohl das Wetter nur mäßig mitgespielt hat. Und weil es eben ein besonderes Erlebnis war, und es soviel zu entdecken (und zu essen) gab, wird es dazu einen eigenen Blogpost geben – bleibt gespannt…

Hätten wir allerdings gewusst, dass wir nach der 15 Kilometer Fahrradtour müde und pappsatt ins Hotelbett fallen würden, hätten wir keinen Tisch im Brauhaus reserviert… Andererseits wollten wir definitiv nichts verpassen und haben uns auf den Weg ins urige OL’s Brauhaus gemacht. Zu einem Bierchen am Freitag Abend sollte man schließlich nicht nein sagen ;-)

Lecker essen in Oldenburg

Wenn man den ganzen Nachmittag mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt der Hunger von ganz allein. Und trotz diverser Leckereien während der Fahrradtour, hatte sich abends der Hunger doch noch eingestellt. Im OL’s Brauhaus waren wir an diesem Abend genau richtig. Deftiges Essen – wie es sich für ein Brauhaus gehört – ein gutes Bier dazu und der Freitag Abend war perfekt. Obwohl wir nur zu zweit unterwegs waren, hatten wir dennoch unseren Spaß, denn die netten Mitarbeiter im Brauhaus wissen Ihre Gäste schon während der Aufnahme der Bestellung gut zu unterhalten. Der Laden war voll, und trotzdem hat man sich Zeit für uns genommen, mit uns gequatscht und gescherzt – wir fühlten uns quasi wie bei Freunden. Und die Bratkartoffeln waren der Hammer!

Wer nicht so auf Hausmannskost steht, dem kann ich das Mom’s Diner empfehlen, das wir am nächsten Abend besucht haben. Leckere Burger und Pommes in kleinen Frittierkörbchen serviert in einem Mintfarbenen amerikanischen Ambiente – man fühlt sich glatt in die 50-er Jahre zurückversetzt. Ein schnuckeliger, kleiner Diner – perfekt für alle USA-Fans.

Schönes Oldenburg – Schlossplatz, Schlossgarten, Schlosshöfe, Altstadt….

Damit das ganze leckere Essen nicht ansetzt, bietet Oldenburg genug um sich ein wenig zu bewegen ;-) Wir haben uns also auf unsere Fahrräder geschwungen und sind zu den Schlossgärten geradelt – ein Verdauungsspaziergang kann ja nicht schaden…

Ein Spaziergang durch die Oldenburger Schlossgärten ist allerdings mehr als ein Spaziergang. Eine wunderschöne Gartenanlage, ganztägig geöffnet und kostenfrei. Man kann hier herrlich entlangschlendern und einfach genießen. Zudem sind die Schlossgärten scheinbar eine sehr beliebte Fotolocation – wir haben etliche Shootings beobachten können und haben natürlich selbst auch viele Fotos gemacht.

Fußläufig vom Schloss und den Schlossgärten befindet sich auch die Altstadt, die mit unzähligen Geschäften zum Shoppen einlädt. Das konnten wir Mädels uns natürlich nicht entgehen lassen und haben den Samstag zum Shopping-Tag erklärt. Zuerst ging es durch die Einkaufsgalerie Schloss Höfe und anschließend durch die Altstadt. Laut meinem Iphone bin ich am diesem Tag 25.000 Schritte gelaufen und obwohl wir nicht viel gekauft haben (wer soll denn das alles schleppen?) war der Shopping-Tag wirklich gelungen. Zwischendurch laden nette Café’s zum Verweilen ein… Eine wirklich schöne Shopping-Altstadt – perfekt für uns Mädels! :-)

Oldenburg, wir kommen wieder!

Eigentlich ist so ein Wochenende ja viel zu kurz. Man möchte so viel unternehmen, sehen, machen und entdecken… so ein Wochenendtripp soll aber trotzdem nicht in Stress ausarten. Zusammenfassend war es ein herrliches Wochenende in Oldenburg. die Fahrradstadt ist wirklich schön und es gibt vieles zu entdecken. Ich muss gestehen, dass Oldenburg bisher nicht auf Reise-Wishlist stand – aber manchmal lohnt es sich einfach auch in die Städte des eigenen Bundeslandes zu gucken. Oldenburg bietet sich aus meiner Sicht definitiv für einen Kurztripp an. Die Schlossgärten laden zum entspannten Spazierengehen ein, die schöne Altstadt bietet unzählige Shoppingmöglichkeiten und auch kulinarisch hat Oldenburg so Einiges zu bieten.

Das war jedenfalls nicht mein letzter Besuch in Oldenburg.

Jetzt geht es für mich allerdings wieder zurück in den Alltag. Die Osterferien sind vorbei, das Arbeitsleben ruft und die Baustelle auch. Der Wochenendtripp hat aber die Akkus wieder aufgeladen und so geht es jetzt voller Elan und Tatendrang in die neue Woche.

Offenlegung: 
Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem TourismusMarketing Niedersachsen entstanden

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5 Kommentare

  1. 24. April 2017 / 15:09

    Meine Erinnerungen an Oldenburg sind nicht die besten – die Vorzeichen waren aber auch ganz andere, deshalb kann ich die arme Stadt wohl auch nicht ganz fair beurteilen. Ich hatte mich dort beworben, mehr aus Verzweiflung, weil ich eine neue Stelle suchte, aber wahrlich nicht, weil ich von Wien wegwollte. Und als ich dann zum Vorstellungsgespräch aufbrach und dort ankam und die Stadt sah, bekam ich einen richtigen Anfall, rief an und sagte das Vorstellungsgespräch am Vorabend ab. Weil ich einfach dort nicht hinziehen wollte… Von daher sind meine Erinnerungen ziemlich getrübt…

    • Vorstadtleben
      Autor
      24. April 2017 / 15:13

      Oh je… ich glaube aber, dass man eine Stadt auch mit anderen Augen sieht, wenn man dort hinziehen „muss“. Und wenn man aus der Heimatstadt gar nicht weg möchte, dann hat es wohl jede Stadt schwer…
      Ich hoffe Du hast doch noch ein schönes Fleckchen Erde für Dich gefunden.
      Liebe Grüße

      • 24. April 2017 / 17:58

        Na, Wien war meine Wahlheimat, von daher war ich wahrscheinlich noch mal intensiver mit ihr verbunden …

    • Peter
      25. April 2017 / 14:42

      Na hätten Sie der Stadt mal eine Chance gegeben. Ich bin fast überzeugt, wenn Sie hier gelebt hätten wären Sie verwundert gewesen wie das miteinander in Oldenburg so funktioniert. Denn das ist es was dieser Stadt ihren eigentlichen Charme gibt. Mann muss wahrlich hier gelebt haben um das zu verstehen. Ich habe selbst schon in Darmstadt, Frankfurt am Main, Zürich und Hamburg gelebt. Oldenburg hat mich einfach gefangen, wie so viele andere die einmal hier gelebt haben und nach Jahren immer wieder zurück kommen.

      • 25. April 2017 / 14:51

        Na, ich war dann eigentlich doch ganz froh, in Wien geblieben zu sein :D War einfach nicht der richtige Zeitpunkt damals.

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