Stadtführung mal anders – kulinarische Fahrradtour durch Oldenburg

Ich entdecke fremde Städte gerne auf eigene Faust und nehme dabei das Risiko in Kauf, dass mir womöglich Einiges entgeht. Stadtführungen sind einfach nicht mein Ding – hinter einem Guide her zu trotten, sich die typischen Attraktionen der jeweiligen Stadt zeigen zu lassen, und dabei Geschichten über historische Ereignisse lauschen… Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich langweilig.

Mit dieser Meinung stehe ich wohl auch nicht ganz alleine da, denn viele Städte bieten inzwischen Stadtführungen an, bei den man richtig was erleben kann. Bei unserem letzten Städtetripp nach Oldenburg habe ich mich jedenfalls dazu hinreißen lassen mal eine andere Stadtführung auszuprobieren. Und was soll ich sagen? – Ich würd’s wieder tun… :-)

 

Schlossplatz Oldenburg Wochenende

 

Genuss per Rad – kulinarische Fahrradtour durch Oldenburg

Oldenburg ist eine Fahrradstadt. Hier werden über 40% der Wege per Drahtesel zurückgelegt. Und auch eine Stadtführung kann man hier sehr gut mit einem Fahrrad machen. Das Angebot richtet sich zwar in erster Linie an die Oldenburger selbst, aber auch als Nicht-Oldenburgerin (oder vielleicht gerade deswegen) fand ich diese Art der Stadtführung besonders spannend.

Eine Stadtführung per Fahrrad setzt voraus, dass man sein eigenes Fahrrad zum Treffpunkt mitbringt. Das ist wohl auch der Grund, weshalb die kulinarische Fahrradtour meist von Oldenburgern gebucht wird. Aber es ist ein Leichtes, sich als Tourist in Oldenburg ein Fahrrad zu mieten; direkt am Bahnhof gibt es hier eine Fahrrad-Miet-Station, wo auch wir unsere Fahrräder für die etwas andere Stadtführung abgeholt haben. Von hier aus sind es nur etwa 5 Minuten mit dem Fahrrad bis zum Schlossplatz, von wo aus die kulinarische Fahrradtour startet.

 

kulinarische Fahrradtour oldenburg fahrrad gazelle

 

Hier trafen wir auf unseren Guide Bernd und schon die ersten Sätze von Bernd ließen schnell darauf schließen, dass diese Stadtführung alles andere als langweilig sein wird – und wir wurden nicht enttäuscht. Es gab nicht nur, wie versprochen, 5 kulinarische Stopps – sondern auch lustige Anekdoten zu verschieden Orten an denen wir vorbei geradelt sind.

Der erste kulinarische Stopp führte uns zum Oldenburger Martplatz, wo wir uns durch mir unbekanntes Terrain probieren durften. Oder habt Ihr schon mal ein Himbeersprühsalz, Wasserkefir oder Kimchi-Salat probiert? Ich jedenfalls nicht, und für mich war das schon mal ein sehr gelungener und interessanter Auftakt der Fahrradtour.

 

 

kulinarische Fahrradtour – 15 km, 5 kulinarische Stopps

Nach der ersten Probierstation ging es auch schon in die erste Etappe der insgesamt 15 km langen Fahrradtour. 15 km, die mir aber durch die leckeren Stopps lange nicht wie 15 km vorgekommen sind. Das Streckenprofil ist zudem sehr flach, so dass man auch als Rad-Muffel die 15 km problemlos bewältigen kann. Und zwischendurch gibt es ja auch immer etwas Leckeres zur Stärkung.

Im Lunch-Restaurant „Mahlzeit“ erwartete uns schon ein leckeres Mittagessen und anschließen im Restaurant „Tafelfreuden“ nochmal ein Mini 3-Gänge-Menü. Anschließend ging es zu Tee und Kuchen ins Café Grünstreifen und zum Abschluss auf ein Glas Wein und frisch gebackenes Ciabatta ins „Garda Gourmet“ am Marktplatz.

 

Zwischendurch wurden wir immer wieder von Bernd mit Infos zu der Oldenburger Gegend versorgt, durch die wir gerade geradelt sind.

Wirklich alles andere als eine langweilige Stadtführung und nach 3,5 Stunden (die mir ganz und gar nicht wie 3,5 Stunden vorkamen) hat man nicht nur einen schönen Nachmittag verbracht, sondern auch 15 km per Fahrrad zurückgelegt, lecker gegessen und unter Umständen nette Menschen kennengelernt. Mir ging es jedenfalls so.

Selbst meine 13-Jährige Teenietochter war begeistert – und das will schon was heißen ;-) Bei uns gehen für diese etwas andere Stadtführung jedenfalls alle Daumen nach oben. Und auch meine Meinung über Stadtführungen haben die Oldenburger ändern können. Eine Stadtführung muss keinesfalls langweilig sein – die Oldenburger wissen jedenfalls wie das geht.

 

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Hinweis
Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Mein Niedersachsen entstanden

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