Wochenendpost //
Zeit für mich – oder: ich muss das nicht alles schaffen!

 

Zwischen diesem und dem letzten Wochenendpost liegen genau 0 (in Worten: Null) Blogbeiträge. Und das aus gutem Grund: ich habe mir bewusst eine kleine Auszeit genommen – nicht nur vom Blog, sondern auch von anderen Dingen, die „nicht unbedingt sein müssen“. Und was soll ich sagen? Es hat mir so richtig gut getan!

Seien wir doch mal ehrlich: manchmal machen wir uns das Leben selbst unnötig schwer. Wir hasten von einem Termin zum nächsten, zwischendurch noch schnell etwas erledigen… Zwischen Job, Kindern und Haushalt bleibt eben oft nicht viel Zeit. Und genau da sind wir schon beim Thema. ZEIT. Oft genug habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit nur so davonläuft und die To-Do-Liste am Ende des Tages noch länger ist, als sie es morgens noch war… 

 

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Was ist mir wirklich wichtig?

Gerade in den letzten Tagen habe ich bewusst darüber nachgedacht, was mir wirklich ist. Nicht, was mir im Allgemeinen wichtig ist, sondern JETZT in diesem Moment. Und ich habe mich bewusst dafür entschieden, mir Zeit für mich zu nehmen. Kleine Auszeiten, um die Akkus wieder aufzutanken.

Obwohl das letzte Wochenende dank Brücken- und Feiertag gleich mal doppelt so lang ausgefallen ist als normal, war ich in der folgenden (kurzen) Arbeitswoche alles andere als ausgeruht. Ich habe mich von vielen – eher unwichtigen – Dingen „stressen“ lassen und habe daraufhin beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Dieser Blog hier ist aus einem Hobby heraus entstanden und hat sich zu einem kleinem Unternehmen entwickelt. Es ist inzwischen fast ein „Job“ geworden. Ein Job, der mir zwar unheimlich viel Spaß macht – aber auch Einiges abverlangt. Genau so sieht es mit der Social Media Welt aus: Instagram, Facebook, etc. Das alles macht Spaß – soll es auch! Und dennoch steckt ein gewisser Druck dahinter. „Du musst heute noch ein Bild posten“ damit die Community auf dem Laufenden bleibt. Aber was ist eigentlich, wenn ich es nicht tue? Genau – NICHTS! Die Welt geht davon mit Sicherheit nicht unter und es gibt nunmal Wichtigeres…

Ich habe beschlossen mir mehr Zeit für mich zu nehmen und das war auch gut so. Ich habe wieder angefangen ein Buch zu lesen – das habe ich schon seit Wochen nicht mehr gemacht.

 

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Ich habe schonmal Weihnachtsdeko gekauft (komischerweise bin ich jetzt schon ein wenig in Weihnachtsstimmung) und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich den Adventskalender für meine Tochter gestalte und fülle. Trotz pubertären 13 Jahren wünscht sie sich nämlich einen selbst gebastelten Adventskalender :-) Das finde ich super und natürlich wird dieser Wunsch auch erfüllt. Darüber wird es wahrscheinlich (wenn es zeitlich passt) auch einen Blogpost geben: ein DIY, das vielleicht einige Leser dazu inspiriert auch einen Adventskalender zu basteln – dennoch steht an erster Stelle, dass der Adventskalender für meine Tochter sein soll und nicht für den Blog.

Ich freue mich schon darauf, das Haus weihnachtlich zu dekorieren. Weil ich Lust darauf habe es uns in unserem Zuhause schön stimmungsvoll zu machen – nicht um schöne Bilder auf Instagram posten zu können. Es scheint ja leider immernoch die Meinung zu geben, bei uns Bloggern sähe es zu Hause gar nicht so aus, wie auf den Bildern die wir auf Instagram posten. Wir würden diese Szenarien extra für die Bilder herstellen… Es mag Blogger geben, die das vielleicht sogar tun – aber nicht auf dem Vorstadtleben Instagram Account.

Ich weiß mit meiner Zeit wirklich Besseres anzufangen, als künstliche Szenarien herzustellen für ein Foto. Wenn es nichts mal nichts zu posten gibt, dann eben nicht. Ich lasse mich jedenfalls nicht von gewissen „Regeln“ unter Druck setzen ich müsste unbedingt zwei Bilder am Tag posten. Die vergangene Woche ist der wohl der beste Beweis dafür – es gab zwei komplette Tage ohne Instagram und die Welt ist nicht untergegangen.

Ganz im Gegenteil: ich habe die Tage sehr genossen ohne Social Media. Ich war mit meiner Familie schön essen – ohne ein Bild davon zu posten. Und ich war mit meiner Freundin in der Stadt unterwegs – ohne ständig auf das Smartphone zu gucken… Social Media macht mir Spaß, aber ich lasse mich davon nicht (mehr) unter Druck setzen. Ich muss die schönen Augenblicke in meinem Leben nicht immer fotografieren und sie mit anderen teilen – ich will sie einfach nur genießen.

 

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Ähm… irgendwie schweife ich ab…

Zurück zum Thema Zeit.

 

Pausen einplanen – auch mal an sich zu denken ist nicht egoistisch

Morgens nach dem Aufstehen mache ich mir einen groben Plan für den Tag. Was ich nach der Arbeit noch alles erledigen muss und will, und wie ich das am besten bewerkstelligt bekomme. Schließlich muss ja auch noch für die Nahrungsaufnahme der Familie gesorgt werden, der Hund muss versorgt werden, der Haushalt muss laufen, der Blog, Social Media…. Und dann fange ich an gedanklich auszusortieren. Ich überlege, was wirklich wichtig ist. Was MUSS tatsächlich erledigt werden? Und ich plane bewusst Pausen ein.

Ich muss nicht immer nur „funktionieren“ und alles schaffen. Ich bin auch nur ein Mensch, der Pausen braucht – wie wir alle. Und deshalb ist es besonders wichtig auch mal an sich selbst zu denken und bewusst Pausen einzuplanen. Das ist keine Form von Egoismus, sondern einfach ein Grundbedürfnis, das wir manchmal vergessen.

 

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Diese Pausen waren in den letzten Tagen für mich, dass ich endlich wieder gelesen habe. Oder eine Folge „Tote Mädchen lügen nicht“ mit meiner Tochter auf Netflix geschaut habe. Da ist eben das Eine oder Andere liegengeblieben, was ich hätte in der Zeit erledigen können – aber genau diese Pausen waren wichtig und richtig.

Der Blog musste diese Woche eben hinten an stehen. Ich habe zwar Beiträge geplant, administrative Aufgaben im Hintergrund erledigt, aber es ist kein Artikel online gegangen. Und das ist auch überhaupt nicht schlimm… Dafür hatte ich eine schöne Woche und habe – trotz bewusster Pausen – wiederum Dinge geschafft und erledigt, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe. Wenn man sich selbst nicht so unter Druck setzt – gehen viele Dinge einfach leichter von der Hand.

 

Zeit für mich – bewusst Pause machen

Diese Woche waren der Blog und Social Media die Dinge, die hinten an stehen mussten. Nächste Woche ist es vielleicht etwas anderes, das einfach warten muss. Zeit für mich ist mir einfach wichtig geworden und ich merke, dass es richtig gut tut einfach mal eine halbe Stunde abzuschalten.

Gerade jetzt, wo es strammen Schrittes auf die Vorweihnachtszeit zugeht, verfallen wir doch gerne mal in stressige Situationen. Weihnachten wird für vieles als „Deadline“ gesetzt; bis Weihnachten soll alles mögliche fertig sein… MUSS ES NICHT! Die Welt geht garantiert nicht unter und Weihnachten findet auch ganz bestimmt statt. Egal ob bestimmte Dinge erledigt sind oder nicht.

Also – einfach mal eine kleine Pause machen, und schon sieht vieles anders aus. Das hat mir die vergangene Woche wieder deutlich gemacht und genau so mache ich auch weiter. Ich schnappe mir jetzt mein Buch und lese noch ein Kapitel und um 19 Uhr habe ich ein date mit meiner Tochter für eine weitere Folge „Tote Mädchen lügen nicht“.

Macht Euch einen schönen Sonntag-Abend (der ist doch wohl prädestiniert für eine bewusste Pause).

 

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4 Kommentare

  1. Anonymous
    5. November 2017 / 20:38

    Toller Beitrag 👍🏽👍🏽👍🏽

    • Vorstadtleben
      6. November 2017 / 19:05

      Danke 😊 War mir irgendwie ein Bedürfnis…

  2. 6. November 2017 / 19:04

    Seh ich auch so. Ich mach schon lange nicht mehr so viel Instagram, weil es ein extremer Zeitfresser ist und ich mich oft selber damit gestresst hsb. Jeden 2. Tag ein Bild reicht auch. ;)

    • Vorstadtleben
      6. November 2017 / 19:09

      Genau – wenn es anfängt zu stressen, dann läuft was falsch und so soll es ja auch nicht sein.

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