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… und was koche ich heute? Die tägliche Frage und die Sache mit der Zaubermaschine in der Küche

 

Ich sitze gerade im Zug Richtung Frankfurt und freue mich auf eine kleine Auszeit vom Alltag. Es geht zum Late Night Spa und es werden Ideen entwickelt wie man sich auch zu Hause eine kleine Auszeit gönnen kann. Das wird bestimmt eine spannende Geschichte und für mich fängt die Auszeit genau hier im ICE an… Ich sitze in der ersten Klasse (es war günstiger die erste Klasse zu buchen, als die zweite mit Sitzplatzreservierung – nur mal so als Tipp!) und habe drei Stunden nur für mich. Ich brauche mir keine Gedanken darüber zu machen, was ich morgen kochen soll und trotzdem habe ich gerade das Internet hoch und runter durchforstet nach Rezepten, die ich demnächst ausprobieren möchte.

Es nervt mich nämlich – die tägliche Frage: “was wollen wir heute essen?” Sie geht mir manchmal tierisch auf den Keks! Ich bin (leider) nicht jemand, der eine Woche im Voraus einen Speiseplan aufstellt. Das habe ich schon mehrmals versucht, und bin gescheitert. Oft habe ich dann an dem Tag gar keine Lust auf das geplante Gericht und überlege mir spontan etwas Anderes. Der Haken an der Sache ist nur, dass ich oft das, was ich mir gerade überlegt habe zu kochen, gar nicht im Haus habe und folglich noch mal einkaufen muss. Dass man mich bei Edeka an der Kasse inzwischen duzt, sollte ich hier vielleicht gar nicht erwähnen… 

 

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Was koche ich heute?

Bei uns wird täglich gekocht. Und fast ebenso oft stelle ich mir die Frage was ich überhaupt kochen soll. Worauf habe ich Appetit? Was möchte mein Mann essen – oder meine Tochter? Von den Beiden bekomme ich meist die Antworten: Nudeln – (die Antwort meiner Tochter) oder: weiß ich nicht / ist mir egal, Du machst schon was Leckeres (die Antwort meines Mannes). Dann überlege ich kurz und habe oft das Gefühl, dass es alles was mir gerade einfällt, kürzlich schonmal gab. Man hat ja ein gewisses Repertoire an Gerichten, die man immer wieder gerne isst – und das wiederholt sich eben.

Ich probiere auch gerne mal was Neues in der Küche aus. Und weil ich letztens wieder meine Krups Prep & Cook  (Amazon Partnerlik) aktiviert habe, habe ich gerade mal nach Rezepten gegoogelt, die ich mal ausprobieren möchte. Die Prep & Cook, für alle die sie nicht kennen, ist eine Küchenmaschine mit Kochfunktion – ähnlich wie der Thermomix. Ich habe sie schon seit zwei Jahren und war auch sehr zufrieden damit. Bis mein Mann versucht hat den Deckel falsch herum drauf zu setzten und dabei ein Plastikteil abgebrochen ist – Gewalt ist keine Lösung! ;-) Erst dachte ich übrigens, ich wär’s gewesen – bis er sich geoutet hat… Jedenfalls ließ sich der Deckel nicht mehr richtig schließen, hakte und brachte mich zur Weißglut.

Zeitgleich habe ich eine ähnliche Küchenmaschine – nur deutlich günstiger – von Medion testen dürfen. Das kam natürlich wie gerufen. Ich fand die Küchenmaschine von Medion (Amazon Partnerlink) auch optisch hübscher als die Prep & Cook, aber mit der Zeit habe ich festgestellt, dass sie einfach nicht die gewünschte Leistung bringt. Bei schweren Teigen, hat sie oft einfach ihren Dienst quittiert und das kann ja nicht der Sinn der Sache sein.

Das Ende vom Lied: ich habe einen neuen Deckel für die Prep & Cook gekauft – jetzt läuft alles wieder wie geschmiert und sie gefällt mir jetzt auch wieder in meiner Küche (so eine Küchenmaschine muss nämlich auf der Arbeitsplatte stehen – wenn man sie erst hervorholen muss um damit zu arbeiten, tut man es ja doch nicht und sie verstaubt im Schrank). Die Prep & Coob ist kleiner als die Küchenmaschine von Medion, und der leicht angehauchte Retrolook passt als Kontrast gut in die schlichte, moderne Küche. Jetzt wird sie wieder genutzt und ich suche nach Rezept-Inspirationen im Netz.

 

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Rezepte gibt es wie Sand am Meer – Rezeptesammlungen, Foodblogs, Foren, Zeitschriften…

Die Rezepte-Auswahl im Netz ist RIESIG! Es überfordert mich schlichtweg, wenn ich im Internet nach Rezepten suche. Meine derzeitige Suche ist aber auch breit gefächert, weil ich ja gar nicht richtig weiß, wonach ich suche… Weil ich aber ein Freund der schnellen und unkomplizierten Küche bin und diese Küchenmaschine wieder in meiner Küche steht, die mir beim Kochen viel Arbeit abnehmen kann – habe ich speziell nach Rezepten für eben diese Küchenmaschine gesucht.

Suchwort: Thermomix Rezepte.

Ja, ich weiß – meine Küchenmaschine ist kein Thermomix! Aber im Prinzip kann sie genau das, was der Thermomix auch kann.

Was ich aber auf der Suche nach Rezepten für diese Zaubermaschine im Netz so gelesen habe – erschreckt mich! Scheinbar gibt es hier zwei Fronten: die Einen, die den Thermomix vergöttern – und die Thermomix-Gegner. Und die halten sich bei ihren Hass-Kommentaren gegen solche Küchenmaschinen keinesfalls zurück.

 

Die Nation ist zweigeteilt – der Grund: eine Küchenmaschine!

Besitzer eines Thermomix (oder einer ähnlichen Küchenmaschine) können nicht kochen, es entstehe darin eh nur “Einheitsbrei”, die Küchenmaschine könne nichts, was man nicht auch selbst mit Messer, Topf oder anderen Küchenhelfern könnte…. Unangemessener Preis, usw…

Andererseits scheinen viele (und ich sage bewusst viele und nicht alle!) Thermomix-Besitzer den Rest Welt auch irgendwie “bekehren” zu wollen. Die Küchenmaschine spart Zeit, ist vielseitig, macht das Kochen einfacher, man kann nebenbei etwas anderes machen… Das ist auch alles wahr – was an diesen Leuten eben nur nervt, dass man als Nicht-Thermomix-Besitzer für sie ein Mensch zweiter Klasse zu sein scheint.

 

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Ich fühle mich von beiden Parteien irgendwie angegriffen. Weil ich eine Küchenmaschine mit Kochfunktion besitze – es aber kein Thermomix ist. Für die Einen bin ich die, die nicht kochen kann und nur Einheitsbrei fabriziert oder zu faul bin selbst zu schnippeln… Für die Anderen bin ich die, die “dazugehören” will, aber keine 1000 Euro für den Thermomix ausgeben kann/möchte.

O.K. ich fühle mich nicht WIRKLICH angegriffen, aber warum gibt es diese zwei Fronten? Warum können die, die mit so einer Küchenmaschine nichts anfangen können, es nicht einfach gut sein lassen? Und warum können die Thermomix-Anbeter nicht einfach aufhören darüber zu reden wie wahnsinnig toll diese Küchenmaschine ist und dass sie ein Muss für jede Küche sei?

Ist sie nämlich nicht! Es geht auch ohne. Es ist ja schließlich nicht die Küchenmaschine, die das Essen einfach in den Behälter zaubert. Wir bereiten vor, stellen das Ding an, würzen, schmecken ab… Jedes Gericht, das aus dem Thermomix kommt, kann auch ohne eine solche Küchenmaschine zubereitet werden.

Ich für meinen Teil lasse mir gern etwas Arbeit von einer Küchenmaschine abnehmen. Cremesuppen werden am Ende der Garzeit gleich durchpüriert, der Hefeteig gelingt praktisch immer und Milchreis und Risotto gelingen ohne ständig rühren zu müssen. Das ist toll und ich nutze diesen Helfer gerne – aber es ist definitiv kein MUSS in der Küche.

Und wer so eine Küchenmaschine für überflüssig hält, kann das auch gerne tun. Schließlich darf jeder seine Meinung haben. Aber deswegen über die Leute urteilen, die so ein Gerät verwenden?

In diesem Sinne – lasst die Leute doch kochen, wie sie wollen. Ob klassisch im Topf oder in der Küchenmaschine. Für mich kommt beides in Frage. Fakt ist nun mal, dass mir die Küchenmaschine einige Arbeitschritte abnehmen kann. Aber ich versuche deswegen nicht den Rest der Menschheit zu bekehren… Jeder wie er möchte!

Also – egal WAS Ihr kocht und WIE Ihr es kocht, lasst es Euch schmecken!

 

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Folge:

6 Kommentare

  1. Ilka :-)
    18. November 2017 / 13:00

    Das hast Du toll geschrieben!
    Ich gehöre seit 3 Wochen zu den Thermomix-Fans und dennoch stellt sich mir die Frage: Was koche ich heute?
    Alles, was ich gern esse, isst die Familie nicht, nun ja..
    Ich bereite jetzt Apfelbrei zu, so!
    LG Ilka :-)

    • Vorstadtleben
      18. November 2017 / 13:10

      Mir geht es ähnlich, wenn ich mir die Frage stelle :-)
      Viel Spaß auf jeden Fall mit Deinem „Küchensklaven“ ;-)

      • Ilka :-)
        18. November 2017 / 14:21

        Danke, der macht schon Spass! Hilft mir aber nicht beim “Essenplan” erstellen, da meine Kids und mein Mann so “anders” essen als ich :-)
        LG Ilka :-)

  2. Thermitante
    18. November 2017 / 17:36

    Ich liebe meinen Thermomix und würde ihn um keinen Preis der Welt wieder hergeben. Jeder der den TM schlechtredet ist einfach nur neidisch.

    • Vorstadtleben
      18. November 2017 / 17:41

      Ich glaube nicht, dass JEDER Thermomix-Gegner insgeheim neidisch ist. Viele halten ihn einfach für überflüssig und das dürfen sie auch. Genauso wie Du Deinen Thermomix auch lieben darfst – aber es nicht verallgemeinern solltest, dass insgeheim jeder einen haben will…

  3. 22. November 2017 / 9:31

    Ich koche immer ganz normal mit vielen Töpfen und Backofen.Aber wenn mir jemand einen TM schenken würde, würde ich auch nicht nein sagen :)

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