Wochenendpost - Motivation //
Wenn der innere Schweinehund nicht wäre… Meine Strategie ihn zu überwinden

 

Das Jahr 2018 ist inzwischen ganze zwei Monate alt und habe ich Anfang des Jahres noch zahlreiche Artikel im im Internet über das Abnehmen und Sporttreiben gelesen, so ist dieser Trend schon wieder merklich abgeschwächt. Gerade zu Beginn des Jahres, wenn alle ganz eifrig dabei sind ihre guten Vorsätze umzusetzen, schreibt gefühlt jeder über gesunde Ernährung, gibt Tipps und veröffentlich gesunde Rezepte. Während also gefühlt der Rest der Welt sich seit zwei Monaten gesund ernährt und Sport treibt, habe ich munter geschlemmt und es mir gut gehen lassen.

Gute Vorsätze zum Neuen Jahr sind einfach nichts für mich – ich wollte nicht auf den Zug aufspringen, mit dem schon alle anderen gefahren sind. Obwohl ich sehr wohl wusste, dass es eigentlich dringend nötig wäre genau diesen Zug zu erwischen… Schließlich habe ich noch vor etwa einem Jahr ganze 10 kg weniger gewogen!

Inzwischen habe ich es aber wenigstens geschafft die Reißleine zu ziehen was die Ernährung angeht. Vor gut drei Wochen habe ich mit dem Weight Watchers My Way Programm angefangen und schon knappe 5 kg an Gewicht verloren. Der Bauchumfang ist deutlich geschrumpft, und ich fühle mich deutlich wohler mit mir selbst. Nur eines wurmt mich: der innere Schweinehund, der erfolgreich verhindert, dass ich mich zu mehr Bewegung – oder gar Sport – aufraffe.

 

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Es gibt immer etwas tun…

Es gibt ja immer etwas, dass wichtiger ist und viiiiel dringender erledigt werden muss, als sich die Turnschuhe anzuziehen und Sport zu machen. Seit ganzen drei Wochen nehme ich mir (fast) täglich vor, endlich wieder Sport zu treiben. Und Ausreden habe ich mehr als genug! Der innere Schweinehund ist in meinem Fall echt einfallsreich.

Obwohl es zum Laufen momentan definitiv zu kalt ist (das soll ich sich in den nächsten Tagen aber ändern – eine Ausrede weniger für den inneren Schweinehund!), stehen mir theoretisch genügend Möglichkeiten zur Verfügung. Es wäre ein Leichtes, sich die Turnschuhe anzuziehen und zum Beispiel auf den Crosstrainer zu steigen. Der steht hier nämlich schon seit letzten Winter – fast ungenutzt – rum.

Ich habe auch schon die Yogamatte ausgerollt und mit Mady Morrison auf YouTube Yoga gemacht. Die Videos sind echt gut und die speziellen Videos für Anfänger sind auch für Yoga-Neulinge wie mich sehr gut geeignet. Nur bin ich nicht am Ball geblieben. Es gab eben immer Wichtigeres… Mir fehlt einfach die Motivation – obwohl die Motivation fitter zu werden eigentlich schon Motivation genug sein müsste. Es kann einfach nicht sein, dass ich schon anfange zu schnaufen, wenn ich im eigenen Haus vom Keller in den zweiten Stock laufe gehe.

 

Sport zu Hause oder im Fitness Studio?

Ich habe auch schon überlegt mich im Fitness Studio anzumelden. Aber bin ich eigentlich der Typ fürs Fitness Studio? Und schaffe ich es dann mich aufzuraffen, wenn ich es noch nicht mal schaffe mich zum Sport zu Hause aufzuraffen? Vielleicht ist der zu zahlende monatliche Beitrag die Motivation, die ich brauche. Denn Geld zum Fenster rausschmeissen, will ja keiner. Gehe ich dann also hin, weil ich weiß, dass ich sonst monatlich Geld für Nichts und wieder Nichts ausgebe? Dieser Plan ist vor Jahren jedenfalls schonmal aufgegangen – aber damals war ich noch alleinstehend. Ohne eigene Familie, ohne Haus, Hund und sonstige Verpflichtungen…

Sport zu Hause scheint momentan jedenfalls nicht zu funktionieren – es sei denn jemand kommt mit dem ultimativen Tipp um die Ecke, wie der innere Schweinehund erfolgreich überwunden werden kann. Fest steht aber, dass definitiv etwas passieren muss! Täglich bin ich fest entschlossen diesen Zustand morgen zu ändern – und morgen kommt er dann wieder, der innere Schweinehund… der dringend einen gewaltigen Tritt in den Hintern verdient hat!

 

Aller Anfang ist schwer… meine Strategie gegen den inneren Schweinehund

Während ich diesen Beitrag so schreibe, setze ich mir gerade ein kleines Ultimatum für den morgigen Tag. Der Beitrag geht nur online, wenn ich morgen früh den Crosstrainer für mindestens 20 Minuten aus dem Winterschlaf hole. Es ist aktuell Samstag-Abend, ich hocke mit dem Laptop auf dem Sofa und weil nichts gescheites im Fernsehen kommt, habe ich angefangen diesen Post zu tippen. Aber warum sollte ich ihn veröffentlichen, wenn er nichts bewirkt? Also wird nur auf “Veröffentlichen” geklickt, wenn ich morgen früh die Sportschuhe geschnürt habe und der Crosstrainer mal wieder benutzt wird (der wird sich vielleicht wundern!).

Und dann heißt es nur noch am Ball bleiben… Ob das so klappt, wie ich es mir vorgenommen habe, wird sich zeigen. Aber, wenn der Beitrag jetzt online ist, heißt das wohl, dass ich den Anfang schonmal gemacht habe. Und dann werde ich mir doch nicht die Blöße geben, nächste Woche im Wochenendpost zu erzählen, dass ich gescheitert bin. Meine Strategie ist also, es öffentlich zu machen. Wer gibt schon gerne öffentlich zu, dass er gescheitert ist?

Wer also vorhat etwas durchzuziehen und der innere Schweinehund immer wieder Einwände erhebt – macht es öffentlich! Postet es auf Facebook, Instagram oder einfach in Eurem WhattsApp-Status. Das motiviert zusätzlich und wenn ich es schaffe, die Sache mit dem Sport durchzuziehen, dann schafft Ihr Euer Vorhaben auch!

 

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Edit: Sonntag, 04.03.2018 – 10.30 Uhr

Geschafft!!! 25 Minuten auf dem Crosstrainer, der anzeigt, dass ich eine Strecke von 4,1 Kilometern zurückgelegt und dabei knapp 350 Kalorien verbrannt habe. Vorweg habe ich übrigens noch strammen Schrittes eine 2,5 km lange Runde mit dem Hund gedreht… Wenn das mal nicht ein Anfang ist!

Ich bin immernoch ganz schön außer Atem, kann es mir aber nicht nehmen lassen, das hier noch schnell fertig zu tippen und auf “Veröffentlichen” zu klicken. Ich will nicht behaupten, dass mir Sport unheimlich großen Spaß macht. Währenddessen jedenfalls nicht – das Gefühl danach ist allerdings großartig! (Das werde ich morgen wahrscheinlich schon wieder anders sehen, weil mich ganz sicher ein Muskelkater plagen wird, der sich gewaschen hat). Der Anfang ist jedenfalls geschafft und ich will definitiv dran bleiben.

Jetzt springe ich aber erstmal unter die Dusche… Schönen Sonntag!

 

 

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7 Kommentare

  1. Sonja
    4. März 2018 / 14:48

    Ja, wenn der innere Schweinehund nicht wäre! Das kenne ich nur zu gut und finde es toll, dass du darüber schreibst das das gar nicht so einfach ist. Es ist nur menschlich und ich drücke dir die Daumen das du am Ball bleibst.
    Ich habe vor einem halben Jahr mit Joggen angefangen und laufe jetzt zwei mal die Woche meine 5 Kilometer. Fitness-Studio wäre für mich nichts. Ich brauche die frische Luft.
    Sportliche Grüße
    Sonja

    • Vorstadtleben
      Autor
      8. März 2018 / 21:11

      Liebe Sonja,
      5 km zu joggen ist mein Ziel, das ich dieses Jahr definitiv erreichen möchte. Meinen inneren Schweinehund habe ich bisher ganz gut im Griff ;-) Ich hoffe das bleibt auch so…
      LG
      Moni

  2. 8. März 2018 / 12:52

    Die eigenen Vorsätze öffentlich zu machen, ist auf jeden Fall eine gute Taktik! Was mich motiviert ist auch der Grundsatz “Triff nie eine Entscheidung, bevor du nicht angezogen bist”. Klingt komisch, aber es hilft ungemein, wenn man sich einfach schomal die Sportklamotten anzieht. Selbst wenn man dann erst noch ein wenig Hausarbeit erledigt, ist man danach sofort startklar und kann loslaufen :) Und mit Freunden Sport zu treiben, ist natürlich auch eine gute Idee.
    Liebe Grüße
    Laura von HoseOnline

    • Vorstadtleben
      Autor
      8. März 2018 / 21:09

      Einfach mal die Sportklamotten anziehen ist ja auch mal eine gute Idee. Vielleicht sollte ich das ausprobieren… Bisher klappt meine Taktik aber ganz gut – Deinen “Grundsatz” merke ich mir aber definitiv!

  3. Maike
    8. März 2018 / 21:15

    Im Fitness Studio zu trainiert ist nicht so mein Ding. Aber ich mache Sport Zuhause mit You Tube. Das klappt sehr gut und ich trage mir feste Termine dafür in meinen Terminkalender ein. Das sind zwei feste Termine in der Woche und das ist meine Taktik um den inneren Schweinehund zu überwinden. Andere Termine sage ich schließlich auch nicht so einfach ab!
    Lieben Gruß
    Maike

  4. Heike
    8. März 2018 / 21:29

    Als Mama den Sport im Alltag unterzukriegen ist gar nicht so einfach. Jeden Tag gibt es Termine oder Unvorhergesehenes. Bei mir klappt das mit dem Sport bisher noch gar nicht. Leider.
    Ich drücke dir die Daumen! Bleib am Ball!
    LG, Heike

    • Vorstadtleben
      Autor
      8. März 2018 / 21:32

      Bisher funktioniert es bei mir ziemlich gut. Ich verstehe aber was Du meinst mit Terminen und Unvorhergesehenem… Gerade mit Kindern ist ja oft viel los. Wenn die Motivation schonmal da ist, dann fehlt eben die Zeit….
      Liebe Grüße
      Moni

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