Ausgemistet – und dann? Die Ordnung hält sich (leider) nicht von alleine

„Ordnung ist das halbe Leben“ heißt es so schön. Aber will schon ständig aufräumen und putzen? Ich jedenfalls nicht, denn zugebenermaßen habe ich daran nicht wirklich viel Spaß. Und trotzdem soll mein Zuhause ordentlich aussehen sein.

Andererseits soll mein Haus aber auch nicht steril wirken. Ein kleines bisschen Unordnung finde ich irgendwie sympathisch. Schließlich wird hier gewohnt und gelebt – und zwar nicht nur für Ordnung. Und das darf man auch ruhig sehen.

wohnen ordnung halten couchtisch

Hier eine herumliegende Zeitschrift, dort noch Schuhe im Flur oder die gerade ausgezogenen Handschuhe nach der Hunderunde… Das darf mal sein und lässt bei mir noch nicht das Gefühl von Unordnung entstehen.

Alles auf Anfang…

Der Januar dieses Jahr steht ganz extrem im Zeichen von Ausmisten und Aufräumen. Überall wird aussortiert, ausgemistet, weggeschmissen, verkauft oder verschenkt. Man will sich von unnötigem Ballast befreien und unbeschwert ins Jahr starten.

Klar – ausmisten fühlt sich auch tatsächlich sehr befreiend an (wenn man sich erstmal dazu durchgerungen hat) und auch ich habe schon ordentlich Schränke und Schubladen ausgemistet und Platz geschaffen.

ordnung halten wenig deko

Das war eigentlich gar nicht so geplant – ich habe mir nicht speziell vorgenommen auszumisten, es ist einfach so passiert. Wahrscheinlich habe ich mich durch die verschiedenen Social-Media-Beiträge, in denen es um Ordnung und Ausmisten ging, anstecken lassen.

Platz für Ordnung

Ordnung braucht Platz! Wenn alle Schränke vollgestopft sind bis oben hin, hat das nicht viel mit Ordnung zu tun. Also sortieren wir aus und schmeißen weg, was nicht mehr brauchen. Wir misten aus.

Im Januar wird ausgemistet, was das Zeug hält! Auf meiner morgendlichen Gassirunde befindet sich der örtliche Wertstoffhof, der zwei Mal in der Woche geöffnet hat. An diesen Tagen ist da die Hölle los! Die Leute kommen mit bis unters Dach vollgestopften Autos vorgefahren und entsorgen ihren Müll. Jeder scheint irgendwie darauf programmiert zu sein, auszumisten und wegzuschmeißen – der absolute Wahnsinn!

Ordnung halten sofa korb

In den Medien werden verschiedene Methoden vorgestellt, wie man am besten beim Ausmisten vorgehen soll – entsprechende Bücher stehen aktuell ganz oben auf den Bestsellerlisten….

Inzwischen dürfte also jeder, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, das Jahr mit Ausmisten zu beginnen, ein unglaublich ordentliches Zuhause haben.

Aber für wie lange?

Ordnung hält sich nicht von alleine!

Ich gebe zu, ich bin selbst schon des Öfteren in diese Falle getappt. Man mistet aus, sortiert die übrig geblieben Sachen fein säuberlich wieder in Schränke, Regale und Schubladen und freut sich, dass jetzt alles so schön aufgeräumt ist. Man schwört sich, dass es jetzt auch so bleibt – und…. nach und nach schleicht sich die alte Unordnung wieder ein.

Wohnen Ordnung halten

Ganz von alleine bleibt die Ordnung (leider) nicht – andererseits muss man aber auch nicht Unmengen von Zeit damit verschwenden Ordnung zu schaffen. Vorausgesetzt man bleibt dauerhaft am Ball. Einmal ausmisten und aufräumen und dann wieder zu den alten Gewohnheiten übergehen bringt nicht viel – jedenfalls nicht auf Dauer.

Und genau deswegen habe ich mir bestimmte Dinge angewöhnt, die sich inzwischen sehr bewährt haben. Ich bin mit Sicherheit nicht perfekt, aber ich mag Ordnung – allerdings mag ich es nicht stundenlang aufzuräumen. Und damit es gar nicht erst dazu kommen muss, gilt es mit ein paar sinnvollen Tipps der Unordnung vorzubeugen.

Ordnung halten boxen

❊ Alles hat seinen festen Platz

„Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen“ – das war im jungen Erwachsenenalter meine Ausrede für mein (mehr oder weniger geordnetes) Chaos. Vielleicht bin ich ja inzwischen in der Hinsicht tatsäschlich faul geworden. Jedenfalls finde ich Suchen ganz furchtbar nervig.

Lösung: Alles hat seinen eigenen festen Platz.

Und zwar möglichst dort, wo es auch benutzt wird. Die Vorteile dabei liegen klar auf der Hand: das ewige Suchen hat endlich ein Ende und wenn es etwas herumliegt, dann weiß man auch gleich wo es hingehört.

❊ Körbe, Kisten, Boxen…

Aufbwahrungskisten, Körbe, Boxen und Schachteln sind super Aufräumhelfer – und Dekoration zugleich (wenn sie denn passend zur Einrichtung sind, aber die Auswahl an hübschen Kisten, Körben und co. ist schließlich riiiiieeesig).

Kleinteile in Schubladen sortiere ich thematisch in kleine Boxen (nicht den Deckel draufmachen! – sonst wird das Aufräumen wieder kompliziert).

Überhaupt sorgen dekorative Aufbewahrungskisten für mehr Ruhe im Raum. Sie eignen sich für herumliegende Zeitschriften im Wohnzimmer, für Haarbürste & co. im Bad – eigentlich für fast alles.

Aufbewahrungsboxen Ordnung halten

❊ Ordnung zur Gewohnheit machen

„Wenn Du damit fertig gespielt hast, dann erst wegräumen bevor Du das nächste Spielzeug rausholst“ – predigen wir das nicht alle unseren Kindern? Warum lassen wir dann selbst Sachen liegen? Die Zeitschrift, in der gerade noch geblättert wurde liegt noch auf dem Couchtisch, die Handschuhe liegen noch im Flur (anstatt in der dafür vorgesehen Aufbewahrungsbox auf der Garderobe), usw.

Gegenstände nach ihrer Verwendung wieder an ihren festen Platz zu legen ist doch wirklich nicht so schwer – und beugt Unordnung ungemein vor.

Wenn es nicht sofort erledigt werden kann, dann einfach 10 Minuten am Tag einplanen, in denen Herumliegendes wieder weggeräumt wird – vielleicht vor’m Zubettgehen?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht Abends, wenn ich das Wohnzimmer verlasse, hier noch schnell alles wegzuräumen. Zu meinem morgendlichen Ritual gehört wiederum das Bettenmachen und ein Rundumschlag in der Küche. Wenn man sich immer wieder überwindet gewisse Dinge zu erledigen, werden sie irgendwann zur Routine und man macht sie einfach ohne darüber nachzudenken. Wie das Zähneputzen – da denken wir schließlich auch nicht groß drüber nach, sondern machen einfach.

❊ Spaß am Aufräumen

Wenn alles einen festen Platz hat, nichts herumsteht und man erst keine große Unordnung entstehen lässt, hat man letztendlich auch wieder Spaß am Aufräumen.

Jedenfalls geht es mir so. Mit wenigen Handgriffen ist wieder Ordnung hergestellt und dann kann auch geputzt werden ohne vorher noch stundenlang Ordnung zu schaffen. Wichtig (für mich) dabei: Musik! Dann macht auch das Aufräumen und Putzen Spaß.

…und anschließend die wohlverdiente Pause ;-)

Tipps Ordnung sofort wegraeumen

Nicht perfekt – aber aufgeräumt

Bei mir zu Hause ist sicherlich nicht immer alles perfekt aufgeräumt – aber immerhin immer in einem Zustand, für den ich mich nicht schämen muss, wenn spontan Besuch an der Tür klingelt.

Das war ehrlich gesagt nicht immer so – Ihr wisst schon die Phase, in der ich behauptet habe „Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen“ ;-) Inzwischen habe ich mir einige Routinen angeeignet, die es mir erleichtern langfristig Ordnung zu halten. Und wenn doch mal etwas herumliegt, dann ist das für mich nicht weiter tragisch. Schließlich wohnen und leben wir hier und das darf man auch ruhig sehen….

In diesem Sinne – bleibt ordentlich! Zumindest in dem Maß, das für Euch „in Ordnung“ ist ;-)

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